Der Ausflug
Wer kennt es nicht? Das wachsende Interesse an vergangene Zeiten. Dabei können uns Aufzeichnungen oder Zeitzeugen eine genaue Beschreibung aus der damaligen Zeit liefern und uns helfen diesen Zeiten auf den Grund zu gehen. Auf der Suche nach der Vergangenheit, hat uns unser Weg nach Leipzig zur KAOS Kulturwerkstatt geführt. Dort wurden wir liebevoll von Jochen Janus und Frederike Blum in Empfang genommen.
Nachdem wir es uns ein wenig gemütlich gemacht hatten, begann auch schon unser Interview mit Jochen:
Zu Beginn des Interviews zeigten uns Frederike und Jochen ein Video, von Jugendlichen um 1990, welche und die KAOS Kulturwerkstatt vorstellten. Das KAOS ist nicht nur ein Rückzugsort an dem sich die Jugendlichen ausleben können, sondern auch ein Ort an dem man sich sicher und geborgen fühlen kann. Danach sind wir auch schon zu unseren vorbereiteten Fragen gekommen, die wir während des Interviews fragen wollten. Wir sind sehr strukturiert vorgegangen, von dem Geburtstag bis hin zu seiner Ausbildung und der Gründung seiner Familie. Um genau zu sein wurde er (Jochen Janus) 1955 geboren und wuchs in einem Dorf am Stadtrand von Leipzig auf. Besonders haben uns seine Aktivitäten interessiert, da sie im Gegensatz von damals in der heutigen Jugend doch sehr variieren. Er erzählte uns, dass er in seiner Jugend vor allem sehr viel gelesen und gezeichnet habe, dabei hatte er ein besonderes Interesse an Naturwissenschaften. Doch gab es denn auch Kontakt zum Westen? Jochen sagte „ja“. Durch seine Christenlehre hatte er einige Brieffreunde im Westen, die bis heute immer noch bestehen. Aufgrund dieser Kontakte hatte Jochen einen Einblick, bei dem ausgetauscht wurde was gerade so angesagt war. Unter anderem waren Musik, Mode und vieles andere sehr unterschiedlich. In seiner Freizeit besuchte er oft mit seinen Freunden die Dorfkneipe, in die oft Bands eingeladen wurden. Bis er 18 war wohnte er im Dorf und ging danach für 1 ½ Jahre zur Armee. Dort gehörte er zu einer Einheit mehrerer Intellektueller in der Armee, dadurch war er auch eher geschützter vor Diskriminierungen. Jochen erzählte uns, dass er durch die Armee, besser auf das Leben vorbereitet war, da man schneller erwachsen wurde. Die Musik war und ist immer noch ein großer Teil von ihm, auch dann noch als er bei der Armee war. Nach der Armee begann er 1976 sein Physikstudium. Dort hat er in einem Wohnheim gewohnt und obwohl sein Leben bis dahin doch schon sehr strukturiert war (von Schule, Armee, Arbeit, Studium,...), hatte er doch ein relativ freies Leben. Jochen erzählte uns, dass er sehr viel Free Jazz hörte und mit seinem Freundeskreis an einer Kunstzeitschrift gearbeitet hatte, obwohl es sehr schwer war damals etwas zu drucken. Neben dem Studium entdeckte er die Fotografie für sich und sah sich eher in der Kunst als in der Physik. Als er jedoch keinen Job als Physiker fand, suchte er sich viele Nebenjobs, im Kesselhaus als Heizer und als Paketbote, um die Miete zu bezahlen. Jochen erzählte uns, dass er für die damaligen Verhältnisse relativ spät heiratete. Um 1992 gründete er, mit anderen gemeinsam die Kulturwerkstatt, da er Jugendlichen die Möglichkeiten bieten wollte sich frei zu entfalten. Uns als Schüler hatte dann noch Interessiert, ob er sich auf irgendeiner Art und Weise unterdrückt gefühlt hat. Jochen sagte uns, dass er sich nicht wirklich unterdrückt gefühlt habe, da er es schließlich nicht anders kennengelernt hatte. Die Unterschiede zwischen Osten und Westen lagen besonders bei den Autos, der Musik- und Bücherauswahl, sowie bei der Mode. Besonders geprägt hat ihn sein Freundeskreis.
Unser Comic
Jonas und Caro, das sind wir! Doch man fragt sich, was macht ihr hier?
Nun eine Geschichte über den Jochen, findet ihr, hier, von Jonas und mir.
Bildliche Sprache, Reim und Metaphern, inwiefern, das werden wir jetzt nicht erklären?
Noch ein Reim, dass muss jetzt sein und darauf fällt uns nichts mehr ein.
Das ist Jochen, er wurde 1955 geboren. Jochen zeigte sehr früh Interesse fürs Lesen und lauschte nebenbei dem Klang des Radios.
Fernsehen war für den kleinen jedoch ein Graus, denn er ging lieber raus.
Der Natur war er recht nah, drum dessen liebte er es, sich Dinge zu erklären und zu erlernen.
Wie es sich später auch zeigte, er sich der Physik hinneigte.
1968 er die Mondlandung verfolgte so wie viele andere aus unserem Volke.
In seiner Jugend er doppelt kassierte, da er auf Jugendweihe und Konfirmation brillierte.
Wie er uns erzählte war seine Gemeinde in einer Partnerschaft mit einer weiteren aus dem Westen, das führte nur zum Besten.
Regen Briefverkehr er nun betreibt, mit Leuten seines Alters er viel schreibt.
Jedoch nahm seine Jugend ein abruptes Ende, als es ging ins Gelände.
Der Armee war er recht abgeneigt, nur die Blues-Abende waren ein Licht blick in dieser dunklen Zeit.
Wie er uns beschreibt gab es viele „große dumm Bratzen“ die andere schikanierten bis diese vor Wut platzten.
Depressionen waren oft der Fall, drum endete manch ein Leben.
Nach 1 1/2 Jahren verließ er die Armee.
Nun beginnt sie die wilde Zeit, ein Studium er betreibt.
Währenddessen, es passiert die Kunst ihn sehr interessiert weshalb er viel fotografiert.
Bei einer Zeitung eines Freundes „Entweder Oder“ konnte er sich voll und ganz ausleben.
Mit seinen Freunden er lauschte der Musik wie Jazz und Blues zu denen es tanzte mit seien freshen shoes.
Das Studium er mit Diplom beendet, er nun seine Physikkenntnisse verwendet.
Nach einem Jahr er dann verliert, ein Umzug, ihm seinen Job blockiert.
Postamt, Heizer wie geht‘s jetzt weiter?
Ein Umschwung unmittelbar erscheint, mit der Wende es wird Zeit.
Das KAOS er nun gründet um mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, ihnen zu zeigen welche Möglichkeiten sie begleiten.
Nach 30 Jahren es nun hat ein Ende, der Jochen geht nun in die Rente.
Das KAOS Kulturhaus bleibt bestehen auf das dort Kinder und Jugendliche ihre Zeit verbringen und ihnen tolle Ideen gelingen.
(Inspiriert durch die aufregende Erzählung von Jochen und der Verrücktheit des KAOS)
Willkommen zu unserem Podcast!
Die Vermischung der Jugendkulturen in Ost und West ist das Hauptthema unserer Website und natürlich auch Bestandteil dieses Podcast. Insbesondere soll es in unserem Podcast um die Vermischung der Jugendkulturen in der Armeezeit gehen, die jeder Mann, der zwischen 18 und 26 Jahre war, verpflichtend in der DDR zu absolvieren hatte. Wir haben uns gefragt, wie diese Wehrpflicht für Jugendliche in der DDR war und wie sie die ehemaligen Soldaten noch heute beeinflusst. Außerdem behandeln wir die Fragen, wie die Jugendlichen miteinander umgegangen sind und wie ihr Kontakt untereinander ihre Sicht auf die Armeezeit beeinflusst hat. Selbstverständlich behandeln wir außerdem die Fragen, wie der Kontakt der Armeejugend mit ihren Gleichgesinnten im Westen war und wie eine Wehrpflicht die heutige Jugend beeinflussen würde.
Viel Spaß beim Zuhören!
Jugendkulturen: Ein grober Überblick #goodtoknow
Was sind Jugendkulturen eigentlich? Sicher hast Du dir diese Frage gestellt als du auf unsere Website gestoßen bist. Neben vielen individuellen Projekten findest Du hier erst einmal einen groben Überblick über das Thema Jugendkulturen, der Dir helfen soll unsere Projekte besser verstehen zu können. Unter dem Motto #goodtoknow haben wir Dir hier 3 kurze Videos erstellt, die dir hoffentlich alle offenen Fragen beantworten. Dabei ist jedes Video so aufgebaut, dass du danach entweder gleich das nächste anschauen oder auch einfach morgen wiederkommen kannst. Ganz so wie Dir es gefällt :)